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Vortragen ohne Angst: So bekämpfst Du deine Nervosität

Einen Vortrag halten, ist ja nichts dabei oder?

Hätte das jemand vor 10 Jahren zur mir gesagt, hätte ich wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.

Jeder der mich kennt weiß, dass ich Vorträge früher gehasst habe.

Einzig und allein der Gedanke einen Vortrag halten zu müssen, führte in mir zu einem unglaublichen Unwohlsein. Die Vorstellung, dass ich vor einem Publikum sprechen muss, war bereits in der Schule für mich ein bloßes Horrorszenario.

Was ist, wenn ich komplett versage? Herumstottere? Einen Blackout habe und keinen Ton rausbekomme? Was ist, wenn ich rot werde und ich mich blamiere? Was ist, wenn ich den Faden verliere? Was denken dann bloß die Anderen von mir?

Vorträge stellten für mich eine unglaubliche Qual dar.

Tage vorher machte ich kein Auge mehr zu. Ich übte den Vortrag immer und immer wieder. Wiederholte ihn so oft, dass ich ihn schon lange vor dem Vortragsdatum auswendig konnte. Ich machte mich völlig verrückt.

Am Tag des Vortrages war ich extrem aufgeregt. Ich ging auf und ab. Mein Herz schlug bis zum Hals. Meine Hände zitterten und meine Atmung wurde flacher. Während dem Vortrag begann ich zu schwitzen, redete immer schneller und immer schneller. Ich hoffte, dass die Zeit so schnell wie möglich vorbei ging. Vor lauter Aufregung ließ ich die Hälfte des Vortrags weg. Am Liebsten hätte ich die Flucht ergriffen.

Ich war mehr als nur ein bisschen nervös. Ich hatte richtig Angst einen Vortrag zu halten.

vortragen ohne angst - verzweifelte frau

Vortragen ohne Angst: leichter gesagt als getan, aber nicht unmöglich

 

Vortragen ohne Angst: Wieso haben wir eigentlich Lampenfieber?

Vorträge sind mittlerweile im Alltag von jedem von uns kaum noch wegzudenken. Egal ob in der Schule, im Studium oder im festen Job. Präsentationen sind feste Bestandteile unseres Lebens geworden und begleiten uns in den unterschiedlichsten Situationen.

Obwohl wir dem Umstand, einen Vortrag halten zu müssen, häufiger denn je ausgesetzt sind, ist es immer noch nicht jedermanns Sache eine Präsentation zu halten. Viele von uns haben mit Lampenfieber zu kämpfen und haben unfassbare Angst vor einem Publikum zu stehen.

Doch wieso haben wir eigentlich Lampenfieber?

Lampenfieber resultiert letztlich daraus, dass wir einen Vortrag zu halten als bedrohlich empfinden können, da wir im Mittelpunkt stehen und die gesamte Aufmerksamkeit in diesem Moment auf uns gerichtet ist.

Der Körper schüttet daraufhin verstärkt Stresshormone aus. Dies hat zur Folge, dass der Körper in einen „Kampf-oder-Flucht-Zustand“ gerät und versucht unser Überleben zu sichern. Er bildet dazu verschiedene Schutzmechanismen.

Aber wovor haben wir genau Angst? Was steckt wirklich dahinter und wirft uns so aus der Bahn?

Viele von uns haben Angst, bloßgestellt zu werden. Wir machen uns Sorgen, ausgelacht oder gar abgelehnt zu werden.

Wir alle haben ein bestimmtes Bild von der eigenen Person im Kopf. Blamagen und Schwächen offen zu legen greift unser Ego an und sind nur schwer von uns einzugestehen. Keiner von uns will letztlich versagen und vom Publikum zurückgewiesen werden.

Wir haben Angst davor, von den Anderen nicht anerkannt zu werden. Wir alle wollen den Ansprüchen der Zuhörer gerecht werden und deren Erwartungen an den eigenen Vortrag erfüllen. Niemand will scheitern. Wir fordern Perfektion von uns und denken, dass wir anderenfalls nicht von den Anderen akzeptiert werden könnten.

Doch dabei übersehen wir oft, dass selbst die besten Redner auch mal ins Stottern geraten können und solche kleinen Fehler am Ende dazu gehören, wenn man authentisch vortragen will.

 

Vortragen ohne Angst: Positives Denken

Mein Lehrer gab mir den Tipp, mich mental auf den Vortrag vorzubereiten.

„Nimm zuerst eine positive Haltung ein“, sagte er. „Keiner will Dich bedrohen und Du musst auch nicht flüchten!

Stell Dir vor Du schaffst das! Mach Dir bewusst, dass Du gut vorbereitet bist! Bring Dich in eine „Ich-Kann-Das-Stimmung“! Stärke Dir so selbst den Rücken!“

Was könnte möglicherweise schief gehen? Welche Rückfragen könnten gestellt werden? Es beruhigt enorm, wenn Du alle Eventualitäten kennst und bereits einmal durchgespielt hast.

Stelle Dir auch Ort und Umgebung möglichst genau vor.

Wenn es möglich ist, gehe im Vorfeld am Vortragsort vorbei. Mache Dich mit Deiner Umgebung vertraut. Auch kannst Du Dir den Applaus des Publikums nach Deinem Vortrag vorstellen.

Sprich Dir immer wieder Mut zu und erinnere Dich daran, dass Du Dich mit Deinem Vortragsthema auskennst.

Such Dir eine Person in der Menge und stell’ Dir einfach vor die Person ist jemand aus Deinem Bekanntenkreis. Das sorgt dafür, dass aus einer Präsentation eine Konversation wird. Du hast so mehr Sicherheit und Spaß, was sich direkt auch auf Deine Zuhörer auswirken wird.

Ersetze negative Gedanken durch positive Gedanken!

Positive Gedanken beeinflussen Dein Auftreten und damit Dein Erscheinungsbild und Deine Mimik.

vortragen ohne angst - lorenzo daumen hoch

Vortragen ohne Angst: Positives Denken

 

Vortragen ohne Angst: Übung macht den Meister

Mache Dir auch bewusst, dass Du nicht alleine bist. Lampenfieber haben selbst die bekanntesten Musiker.

Außerdem ist ein bisschen Nervosität ja auch nicht schädlich. Das bedeutet nur, dass dir der Vortrag wichtig ist. Allerdings solltest Du keine Angst haben. Du bist doch schließlich der Experte! Du hast also keinen Grund zu denken, Du könntest auch nur in irgendeiner Weise scheitern oder Dich blamieren.

Auch wenn es etwas Überwindung kostet, kannst Du Deinem Publikum mitteilen, dass Du aufgeregt bist. Dann bist Du automatisch beim Vortragen lockerer. Außerdem kannst Du somit sympathischer und authentischer wirken.

Das Wichtigste ist jedoch: Je öfter Du einen Vortrag halten wirst, desto geringer wird Deine Angst.

Dein Selbstvertrauen wird wachsen und Du wirst mehr Sicherheit ausstrahlen können. Übung macht ja bekanntlich den Meister!

„Haben Sie noch weitere Tipps für mich?“ Er überlegte, blickte kurz zum Fenster und dann zu mir.

„Ich verrate Dir etwas, was mir früher geholfen hat. Um meine mentale Vorbereitung abzuschließen, habe ich kurz vor Vortragsbeginn immer noch eine kurze Atemübung gemacht. So, war ich ruhiger, gelassener und konzentrierter.“

 

Hast Du auch Lampenfieber? Wie gehst Du damit um? Hast Du vielleicht noch weitere Tipps fürs Vortragen ohne Angst?
Schreibe gerne einen Kommentar für mich und die anderen Leser hier oder unter meinen neusten Instagram-Post.

 


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