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Positiv Denken: Das Glück im Unglück finden

Berlin 5:53 Uhr.

Mein Wecker klingelte.

Ich blinzelte, nahm die roten Zahlen des Weckers nur leicht war. „Oh nee, schon aufstehen!“, stöhnte ich, „Noch fünf Minuten!“ und ich schaltete den Wecker auf Schlummern. Wem hab ich bloß zu verdanken, dass es diese tolle Funktion gibt? Leise verstummte der Song und ich drehte mich zur anderen Seite.

Zehn Minuten später war ich bereits im Tiefschlaf, träumte von meinem letzten Tag und überhörte meinen Wecker. Letztlich wachte ich anstatt um sechs um sieben Uhr auf und sprang aus dem Bett.

Mist, mein Zug ging um 7:30 Uhr.

Mit meinem Rucksack auf der linken Schulter sprintete ich zum Hauptbahnhof.

Mein Hemd war noch offen, meine Haare zerzaust. Ich hatte schnell geduscht, mich angezogen und Zähne geputzt. Mein Magen knurrte. Essen kann ich später, dachte ich.

Hauptsache, ich bekomme den Zug.

Heute war ein wichtiger Termin für mich. Ich musste beruflich auf eine Messe. Da niemand anderes von unserem Unternehmen Zeit hatte, wurde ich dorthin geschickt. Ich musste pünktlich um zehn Uhr den Stand öffnen. Bedeutet, wenn ich nicht da war, würde niemand den Stand eröffnen.

Ich sprintete daher also noch schneller zwischen den Menschenmengen vorbei zu meinem Gleis. Völlig außer Atem stand ich nun dort. Und sah wie mein Zug bereits abgefahren war.

 

Positiv Denken: Nimm Deine Situation bewusst wahr

Kann nicht wahr sein. Was mache ich denn jetzt? Ich hatte mich extra so beeilt.

Wer würde denn nun den Stand eröffnen? Was ist, wenn der Standplatz an jemand anderen vergeben wird? Ganz davon abgesehen, was die Anderen erst sagen würden.

Wir brauchten Werbung, wir brauchten neue Kunden und neues Geld. Das gibt Ärger, dachte ich mir.

Ich schaute zur Bahnhofsanzeige. Der nächste Zug würde erst um 9:30 Uhr fahren. Das wäre auf jeden Fall zu spät. Taxi? Das würde mindestens hundert Euro kosten, überlegte ich. Das können wir uns im Moment auf keinen Fall leisten, schoss es mir durch den Kopf.

Gedrückt setzte ich mich kurz auf den Bahnsteig und begann alle Möglichkeiten durchzugehen. Doch mir fiel nichts anderes ein als auf den nächsten Zug zu warten. Enttäuscht von mir selbst saß ich nun da. Vollkommen schlecht gelaunt ließ ich meine Blicke durch die Bahnhofshalle streifen.

Mein Blick war leer.

Alle würden wieder denken, ich bekomme nichts auf die Reihe. Ich galt schon als der, der sowieso immer verschläft. In der Regel kam ich schon immer zehn Minuten zu spät ins Büro. Die Anderen hatten vorher zu mir gesagt, dass ich auf jeden Fall pünktlich sein sollte.

Aber gut. Ich hatte mir das selbst eingebrockt und jetzt musste ich schauen, wie ich da wieder rauskam. Ändern konnte ich die Situation ja nicht. Ein guter Freund hatte mir mal gesagt

„Wichtiger als was du tust ist was du denkst, während du etwas tust“

positiv denken - businessman mit uhr

Wenn etwas schief läuft, nicht gleich in Panik ausbrechen, sondern erstmal durchatmen.

Ich hatte nun also die Wahl, mich weiter aufzuregen, oder zu versuchen gelassen zu sein, meine Möglichkeiten durchzugehen und mich dann für die beste zu entscheiden.

Ich beschloss, mir erstmal einen Kaffee zu holen und mir dann zu überlegen, wie ich nun am schnellsten zur Messe kommen würde.

 

Positiv Denken: Wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere

Auf dem Weg zum nächsten Bäcker fiel mir ein Typ mit einer roten Sportjacke ins Auge. Den kannte ich doch. Ich wartete noch einen Moment, bis der Mann seinen Kopf umdrehte. Er schaute nun mit seinem Gesicht in meine Richtung.

Ich werd’ verrückt. Das kann nicht sein.

Da stand mein alter Schulfreund Tim.

Wir hatten uns mindestens zehn Jahre nicht gesehen. Er hatte sich kaum verändert. Er trug immer noch diese bunten Shorts und gestreifte Hemden. Ich musste kurz grinsen.

Unsere Wege hatten sich nach dem Schulabschluss getrennt. Tim reiste ins Ausland während ich nach Berlin ging.

Ich lief auf ihn zu. „Tim!“, brüllte ich, sprang auf seinen Rücken und umarmte ihn.

Wir gingen zusammen ins Café am Bahnhof. Wir erzählten und die Zeit verging wie im Flug. Ich hatte beinahe vergessen, wieso ich eigentlich am Bahnhof war.

Da mir jetzt sowieso nichts anderes übrig blieb, beschloss ich einfach den nächsten Zug zur Messe zu nehmen.

Als mein Zug dann eingefahren kam und wir uns verabschiedet hatten, war ich unglaublich glücklich. Ich wollte Tim schon immer mal wieder sehen.

So kam es dazu, dass durch meinen verpassten Zug doch noch etwas Gutes entstanden war. Mir wurde bewusst, dass ich auf das Leben vertrauen sollte und das Leben für mich spielte. Egal, was passiert, es hat immer irgendeinen Sinn.

positiv denken - weggeabelung

Egal welchen Weg Du im Leben nimmst, es gibt immer Vor- und Nachteile und immer einen Sinn.

 

Positiv Denken: Entspannt mit Stresssituationen umgehen

Zudem hat mir mein positives Denken geholfen, besser mit der Situation umzugehen und trotzdem entspannt zu bleiben. Mich zu stressen oder mir Vorwürfe zu machen, hätte mich in dem Fall nicht weiter gebracht.

Manche Sachen können wir nicht kontrollieren und darüber sollten wir uns auch nicht ärgern. Wir können hingegen versuchen, in solchen Situationen unsere Gedanken wahrzunehmen und sie in eine positive Richtung zu lenken.

Egal ob jung oder alt, egal in welcher Situation Du gerade stecken magst, egal wie schlimm Deine Situation erscheinen sollte, wir alle können lernen unsere Gedanken zu wandeln und lernen positiv zu denken.

Positives Denken heißt nicht, dass Du etwas überspielen oder Dinge verdrängen sollst. Vielmehr geht es darum, dass Du Deine Situation erst einmal so akzeptierst und annimmst, wie sie ist. Setz Dich zunächst hin und nimm Deine Situation bewusst wahr.

Wieso bist du gerade schlecht gelaunt? Worum drehen sich Deine Gedanken? Wieso bist Du unzufrieden und was ist gerade Dein Problem? Was regt Dich auf und macht Dich vielleicht sogar wütend? Womöglich bist Du enttäuscht oder auch traurig?

Hör in Dich hinein und schau genau hin. Wahrscheinlich werden Dir zunächst all die negativen Aspekte auffallen. Dies ist möglicherweise bereits Deine Gewohnheit geworden. Doch genau da kann man mit etwas Training und Achtsamkeit ansetzen.

Versuche Deine Aufmerksamkeit auf die positiven Aspekte zu lenken. Auch wenn Du jetzt denkst: Wie soll ich denn in meiner Situation jetzt was Positives finden? Glaub mir, Du schaffst es in Allem etwas Gutes zu entdecken.

Es ist möglich!

 

Schreibe mir gerne, wie positiv Denken Dein Leben zuletzt beeinflusst hat und wie Du das letzte Mal in einer vermeintlich stressigen Situation ruhig geblieben bist.

Wenn du noch weitere Tipps und Tricks und Geschichten aus meinem Leben hören willst, schau‘ dir doch gerne auch die anderen Blogartikel an.

 


 

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