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Wie Achtsamkeit Dein Leben erleuchten kann

Vor ein paar Monaten schrieb ich meinen neuen Song „freier, höher, weiter“.

Dieser Song entstand aufgrund meiner Emotionen, wie eigentlich alle meine Songs. Mir war aufgefallen, dass ich mir von Anfang an immer große Ziele gesetzt hatte und sobald ich eines dieser Ziele erreicht hatte, meinen Erfolg nie feierte. Anstatt den Moment des Erfolges zu würdigen und mich zu loben: „Wow, Lorenzo. Gut gemacht! Weiter so.“, mir eine Pause zu gönnen und den Augenblick zu genießen, war ich schon beim nächsten Ziel.

Ich sammelte meine Ziele wie Lorbeeren und setzte einen Haken nach dem anderen.

Meine Gedanken waren stets der Zukunft gewidmet und der Alltag mit all seinen wunderbaren Momenten rauschte an mir vorbei.

 

Achtsamkeit: immer, überall und sofort möglich

Doch eines Tages als ich am Frühstückstisch mit meiner Tochter saß, merkte ich, dass mich das ständige Abarbeiten meiner Ziele nicht erfüllte. Nein, es erfüllte mich ganz und gar nicht! Und ja, ich würde sagen, ich war sogar unglücklich.

Jedes Ziel von mir ist wie ein kleines Stück Kuchen von einer riesigen Torte. Denn die Erfüllung jedes kleinen Ziels bringt mich näher zum dem Erreichen meiner Träume und meine Träume sind schließlich mein Leben.

achtsamkeit - lorenzo mit gitarre in der sonne

Ich ließ den Alltag mit all seinen schönen Momenten nur an mir vorbeirauschen.

Wieso lebte ich also so unachtsam und nahm mir keine Zeit, meine Erfolge zu feiern? Ich überlegte, was ich tun könnte, damit ich nicht mehr das Gefühl hätte, dass mein Leben an mir vorbei ziehen würde.

 

Achtsamkeit: ein Trendbegriff

Ich stieß auf den Begriff „Achtsamkeit“. Achtsamkeit ist in den letzten Jahren zum Schlagwort geworden, wenn es darum geht im Hier und Jetzt zu sein.

Dabei ist Achtsamkeit keine neue Erfindung. Schon vor einigen Jahren waren bereits Übungen bekannt, wie Achtsamkeit praktiziert werden kann. Insbesondere im Buddhismus spielte die Achtsamkeit schon lange eine große Rolle. Da heutzutage immer mehr Menschen kaum noch innerlich zur Ruhe kommen, das Gefühl haben nur noch funktionieren zu müssen und sich fragen, ob ihr Leben wirklich immer so weitergehen soll, wurde der Begriff der Achtsamkeit von Mal zu Mal präsenter und taucht mittlerweile fast in jeder zweiten Zeitschrift auf.

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Trendbegriff?

Achtsamkeit ist definitiv keine Anleitung für das perfekte Leben, kein Rezept für weniger Druck und Sorge, kein Schlüssel zur Glücksoptimierung und bestimmt auch keine Technik zur entspannteren Bearbeitung Deiner To-Do-Liste.

 

Achtsamkeit: weg von Multitasking

Achtsamkeit ist vielmehr die Änderung Deiner inneren Haltung. Die Fähigkeit ganz im gegenwärtigen Moment zu sein und den Moment vollkommen frei von Bewertungen des eigenen Ichs zu leben.

Frei von „Gut“ oder „Schlecht“ und hin zu mehr Aufmerksamkeit. Weit weg von Werturteilen. Kein Gedanke an die Vergangenheit und schon gar keinen Gedanken an die Zukunft.

Einfach nur erkennen, akzeptieren und wahrnehmen.

Sobald Du achtsam bist, erlebst Du den gegenwärtigen Augenblick mit seiner ganzen Fülle, denn Du bist nicht nur körperlich, sondern auch mental anwesend.

achtsamkeit - lorenzo vor wand mit ausgestreckten armen

Achtsamkeit ist die Änderung Deiner inneren Haltung.

Du glaubst mir nicht? Dann blicke auf die letzten Monate in Deinem Leben zurück: Wie oft hast Du einen Moment ganz bewusst wahrgenommen? Kannst Du Dich daran erinnern, wann Du Dich das letzte Mal nur auf eine einzige Sache konzentriert hast? Ich versichere Dir, hier ist nicht Multitasking gefragt.

Ist Dir zum Beispiel schon mal aufgefallen, dass sich auf Deinem gewohnten Weg zur Arbeit wahrscheinlich tausende Dinge befinden, die Du noch nie bewusst wahrgenommen hast? Hatte das Haus neben dem Supermarkt wirklich schon immer ein hell-rotes Dach? Oder blühten die Blumen im Garten des Nachbarn die letzten Jahre auch so schön? Seit wann gibt es eigentlich das neue Café an der Straßenecke, rechts neben dem Park?

 

Wie die Stille der Achtsamkeit mein Leben erleuchtet hat

Achtsamkeit zu leben erfordert, neben erhöhter Aufmerksamkeit, auch Zeit, was in unserer heutigen Gesellschaft kaum denkbar ist.

Genau so war es auch bei mir. Ich habe mir oft nicht genügend Zeit genommen, um meine Erfolge zu feiern. Doch als ich anfing, mich mit dem Thema Achtsamkeit zu beschäftigen, hatte ich das Gefühl, plötzlich Zeit zu haben.

Und das ist jetzt wirklich kein Scherz! Sobald ich nun ein Ziel in meinem Leben erreicht habe, halte ich ganz bewusst inne.

In diesem Moment der Stille bemerke ich, dass achtsam zu leben, mich dankbarer werden lässt. Wir fangen an, die Momente viel mehr wertzuschätzen, was letztlich dazu führt, dass wir auch viel mehr Freude in unserem Leben haben. Achtsamkeit hat mir geholfen, mich meinem Leben wieder einen Schritt näher zu fühlen. Ich hatte nicht nur das Gefühl ruhiger und gelassener zu sein, sondern ebenfalls entspannter.

Kurz und knapp: Achtsamkeit hat mein Leben erleuchtet.

achtsamkeit - lorenzo schaut in die sonne

Achtsamkeit hat mein Leben erleuchtet.

 

Achtsamkeit: die Wunderwaffe?

Wenn wir achtsam sind, lernen wir nicht nur die eigene Person besser zu verstehen, sondern erhalten auch Klarheit über die von uns geschaffenen Glaubenssätze.

Natürlich ist niemand von heute auf morgen vollkommen achtsam. Achtsamkeit erfordert tägliches Training und insbesondere auch Geduld mit sich selbst. Schon kleine Übungen im Alltag können Dir zu mehr Achtsamkeit verhelfen.

 

Was bedeutet für Dich Achtsamkeit? Praktizierst Du bereits Achtsamkeit? Du möchtest wissen, welche Übungen im Alltag zu mehr Achtsamkeit verhelfen? Dann kommentiere unter meinen Blog.

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